Pfarrkirche St. Joseph Bredenborn

Im Jahr 2002 konnte die Kath. Kirchengemeinde St. Joseph Bredenborn ihr 350-jähriges Bestehen feiern und damit auf dreieinhalb Jahrhundete wechselvolle Kirchengeschichte zurückblicken. Vier Jahre nach dem Ende des apokalyptischen Dreißigjährigen Krieges errichteten die Bredenborner, trotz aller Not gefestigt im Glauben, ihre erste Kirche, die von nun an das Zentrum der Gemeinde bilden sollte. Den finanziellen Großteil des Kirchenneubaues trug die Gemeinde, die dann zum Allerheiligenfest Fürstbischof Theodor Adolf begrüßen durfte, der an diesem Feiertag die Weihe des neuen barocken Gotteshauses zu Ehen desHl. Josephs und der Hl. Agatha vornahm und im selben Jahr Bredenborn in den Stand seiner selbständigen Pfarrei erhob.

Für die geistliche Betreuung sorgten bis Ende 1823 insgesamt dreißig Patres aus dem benachbarten Kloster Marienmünster.

Nach dessen Auflösung wurden Weltpriester mit den seelsorgerischen Aufgaben vertraut; es wirkten in Bredenborn:

1824 - 1838  Johannes Kemper
1871 - 1894  Josef Schmidt
1911 - 1918  Lorenz Winterberg
1926 - 1942  Karl Tebbe
1964  kommissarisch Vikar Josef Scholle
1965 - 1968  Guido Lieke

1984 - 1993  Richard Lippok

1839 - 1871  Franz Bredewald
1895 - 1911  August Ridder
1918 - 1925  Johannes Bremer
1942 - 1964  Friedrich Niehaus

1968 - 1984  Gerard Bögels erster Dechand des neuen Dekanates Brakel-Steinheim

1993 - 2015  Helmut Golletz

2015 - 2017 Pastor Stefan Siebert als Pfarradministrator der Pastoralverbundes Marienmünster

Im Jahre 1738 wurde in Bredenborn eine Kaplanstelle instituionalisiert. Die neue Kaplanei wurde vom  Archediakon des Doms zu Paderborn Wilhelm von Westphalen gestiftet und mit einem finanziellen Fundament versehen.

Die Freifrau von Oeynhausen auf Eichholz unterstützte die Bredenborner im Jahr 1747 bei dem Erwerb der Liborius-Reliquie, für die der damalige Amtsmann Düsenberg eine Büste anfertigen ließ, die heute noch in der Kirche zu bewundern ist

In den Jahren 1861 bis 1862 wurde die alte Kirche abgerissen und auf den Grundmauern des alten Gotteshaues als Josephs-Kirche neu aufgebaut. Die flache Deckenkonstruktion erwies sich in den folgenden Jahren als unzureichend, so dass man unter finanziellem Aufwand von 10.000 Reichsmark das Innere der Kirche mit Gewölben versah.

1906 erfolgte die Konsekration des heute noch stehenden Hochaltares durch Bischof Wilhelm Schneider.  Die beiden Seitenaltäre wurden ebenfalls neu angefertigtun von dem alten Barockaltar blieben die Figuren des Hl. Josephs und der Hl. Agatha erhalten.

Im Jahre 1952 erhielt die Pfarrkirche St. Joseph eine neue Orgel mit 18 Registern.

Der Hochaltar der St. Josephs-Kirche, der 1994 bei seiner zweiten Restaurierung seine neue brilliante Fabrprägung erhielt, wurde am 19. Dezember 1997  100 Jahre alt.