Unsere Pfarrkirche St. Martin

Unsere Kirche in Altenbergen wurde 1961 erbaut, nachdem die Vorgängerkirche - wie gesagt wurde -baufällig zu sein schien. Das Gebäude ist ein rechteckiger Bau, dem im Chorraum zur rechten Seite (im Bild) die Sakristei und entsprechend zu anderen Seite eine Art Abstellraum angegliedert ist.

Ansonsten war die Kirche ein schlichter Bau und hatte ein paar wertvolle Reliefs aus der alten Kirche bekommen. 1961, also vor dem Konzil gebaut, sah der Chorraum so aus, dass man drei Stufen zum Chor hinaufgehen musste und dann weitere drei Stufen zum Altar, ein einfacher steinerner Altar an der Wand, auf dem der Tabernakel stand. Bis zum Jahre 1975 ist an der Kirche dann wenig verändert worden.

Es kam lediglich ein sogenannter Vorstellaltar in die Kirche, damit entsprechend der Liturgie der Priester mit dem Gesicht zum Volk die hl. Messe feiern konnte.Im Jahre 1985 wurde die Kirche dann grundlegend restauriert und der neuen Liturgie angepasst. Der Altar wurde verkleinert und vom ursprünglichen Platz mehr zum Volk hingestellt (die obersten drei Stufen wurden weggenommen). Die Kirche bekam einen neuen Ambo einwunderschönes Retabel und ein neues Kreuz. Das heißt die Kirche sah so aus wie sie hier im Bild zu sehen  ist (ohne die blaue Wand und Decke). Dieses wunderschöne Relief des hl. Martinus hatte ein früherer Pastor von Altenbergen geschenkt bekommen und es hing als Wandschmuck in unserem Pfarrheim.

Altarraum
Relief im Altarraum

Bei dem Umbau des Chorraums (1985) wurde es als Antependium in den Altar integriert und weist damit unsere Kirche als Martinskirche aus. Der Bettler eher feist und fast mit einem goldenen Gewand bekleidet weist daraufhin, das der Mensch nicht nur hunger hat nach dem irdischen Brot, sondern dass für jeden Menschen, ob arm oder reich, das lebensnotwendige Brot auf dem Altar gebrochen wird.


Im Jahre 2000 musste unsere Kirche einen neuen Anstrich, vor allem aber neue Fenster erhalten, da die alten bleiverglasten Fenster ziemlich gelitten hatten im Laufe der letzten vierzig Jahre. Das Staatshochbaumt, das für unsere Kirche zum Bauunterhalt verpflichtet ist, hat daraufhin den Künstler Bodo Schramm, Köln, gebeten, für unsere Kirche ein neues Konzept zu erstellen.

Fenster
Orgel
Maria und Elisabeth
Tabernakel

Der Innenraum unserer Kirche bekam einen neuen Anstrich, und zwar so, wie man ihn oben im Bild sehen kann. Und unsere Kirche bekam eine neue Verglasung - bleiverglast. Hier sehen wir einen Teil eines Fensters. Der Künstler Bodo Schramm will mit seinen Werken nur andeuten: Wir sehen aus dem Kirchenschiff, dieses Fenster gleichsam wie beim realen Schiff als ein Bullauge. Und wenn wir wirklich durch das Bullauge schauen würden, dann würden wir draußen Bäume, Blätter etc. sehen - das ist mit diesem Fenster gesagt.


Ein erfreuliches Ereignis ist aus dem Jahre 1995 zu berichten. Nach langem Warten und zahllosen Besprechungen war es soweit, dass wir Ende 1994 eine neue Orgel in Auftrag geben konnten. Die alte aus den  Nachkriegsjahren "pfiff aus allen Löchern". Die Orgelbaufirma Stockmann aus Werl baute für uns die neue Orgel mit zwei Manualen und Pedal, mit 18 Registern und rein mechanischer Spieltraktur Außerdem hat unsere Orgel ein Schwellwerk. Bisher war es jedem Organist eine Freude, auf dieser Orgel zu spielen und für den Zuhörer ein Genuss!


Eine besondere Bedeutung für unsere Gemeinde hat das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli), weil wir eine kleine Kapelle haben, die diesen Namen trägt. Aus diesem Grunde haben wir im Retabel hinter dem Altar die Szene der Begegnung der beiden Frauen darstellen lassen. Sie ist eine der vier Szenen, die um den Tabernakel angeordnet sind. Und gerade dieses Bild, dieses Relief Maria und Elisabeth will uns sagen: dass wir wie Maria, schwanger mit ihrem Sohn übers Gebirge zu Elisabeth eilt, dass wir wenn wir vom Brot des Tabernakels gekostet haben, wie sie "schwanger mit Jesus" uns selber auf den Weg begeben sollen, um den Menschen die frohe Botschaft seiner Gegenwart zu bringen.



Unser Tabernakel zeigt auf der Türseite die Emmausszene. Wie die zwei Apostel den auferstandenen Herrn erst während des Mahles am Brechen des Brotes erkannt haben, so soll auch uns seine Gegenwart im eucharistischen Mahl immer neu aufgehen und wir -wie Jünger- zurückkehren in den Alltag, um dort den lebendigen Christus zu bezeugen.

Aus der Vorgängerkirche konnten mehrere Reliefs mit in die neue Kirche hineingenommen werden. Ob es  einfach Reliefs in einem Kreuzaltar, waren oder welchen ursprünglichen Ort sie hatten,  ist kaum mehr auszumachen. Aber  Reliefs stellen Szenen aus der Passion Jesu dar. Hier im Bild die Oelbergszene.

Ehrendenkmal für die Opfer

Ein Ehrendenkmal für die Opfer der beiden Weltkriege steht direkt neben der altenbergener Kirche.