Nachrichtenmeldung

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12.06.15 12:19 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Allgemein
Von: es

Zukunft der Kirchenvorstände

Eine nicht zu leugnende Wirklichkeit ist die rasante Veränderung unserer kirchlichen Strukturen und des gesamten Erscheinungsbildes unserer Kirche. Für unseren Pastoralverbund steht der Zusammenschluss mit den Nachbarpastoralverbünden Steinheim und Nieheim zu einem großen pastoralen Raum in naher Zukunft auf der Tagesordnung. Um auf diesen Schritt gut vorbereitet zu sein und den Veränderungsprozess aktiv mitgestalten zu können, hatte Pastor Siebert alle Mitglieder der 7 Kirchenvorstände des Pastoralverbundes Marienmünster zu einem Informationsabend am 29.05.2015 in den Pfarrsaal der Abtei eingeladen.


 

Herr Müller als Geschäftsführer des Gemeindeverbandes und Herr Schröder als für Marienmünster zuständiger Außendienstmitarbeiter haben 3 mögliche Konstellationen/ Modelle vorgestellt, wie die Zukunft der Kirchenvorstände aussehen könnte:

 

Modell A: „Alles bleibt wie es ist"

  • Die Gemeinden bleiben in ihrer heutigen Form bestehen
  • Die Kirchenvorstände bleiben bestehen
  • Die Pfarrgemeinderäte bzw. der Gesamtpfarrgemeinderat bleibt bestehen
  • Es gibt eine einheitliche seelsorgerische Leitung

 

Modell B: Kombimodell: „Pfarrei-Pfarrvikarie-Modell“

  • Alle Pfarrgemeinden werden durch den Bischof aufgehoben und anschließend staatsrechtlich zu einer neuen Gemeinde zusammengeführt
  • Kirchenrechtlich bleibt eine Unterteilung in eine Hauptpfarrei mit kompletter Vermögensverwaltung und Pfarrvikarien.
  • Die Pfarrvikarien können den bisherigen Gemeinden entsprechen, haben  allerdings keine eigene Vermögensverwaltung mehr.

 

Modell C: „Gesamtmodell"

  • Alle Pfarrgemeinden werden durch den Bischof aufgehoben und anschließend zu einer neuen Kirchengemeinde mit ggf. neuem Namen  zusammengeführt.
  • Damit entfällt die Erforderlichkeit des Pastoralverbundes
  • Es gibt keine Unterscheidung in Pfarrei und Pfarrvikarie wie bei Modell „B
  • Die neue Gesamtgemeinde ist Trägerin aller kirchengemeindlichen Einrichtungen und verantwortlich für die Vermögensverwaltung.
  • Somit gibt es einen Pfarrgemeinderat und einen Kirchenvorstand.

 

Nach einem Austausch in kleineren Gruppen ergab das eingeholte Meinungsbild ein deutliches Votum für das Gesamtmodell C. Bis es soweit ist, sind noch viele (finanzielle) Detailfragen zu klären. Klar ist bisher, dass zweckgebundene Mittel für die jeweilige Gemeinde verbleiben – salopp formuliert: jedem Kirchturm werden seine heute vorhandenen zweckgebundenen Mittel wieder zugewiesen.

 

Klar ist auch, dass nur noch ein Kirchenvorstand über eine zentrale Wahlliste gewählt wird. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die eigentlich im Herbst anstehenden Kirchenvorstandswahlen nach Möglichkeit verschoben werden sollen, bis die neue Gesamtpfarrei gegründet ist. Dies wird zurzeit seitens des Gemeindeverbandes geprüft.

Auch besteht Einigkeit darüber, dass jede heutige Gemeinde in dem neuen „großen“ Kirchenvorstand vertreten sein sollte – ggf. auch durch eine übergangsweise Berufung. Darüber hinaus wird es immer möglich und wahrscheinlich auch notwendig sein, Ortsausschüsse zu bilden, wie es sie auch im Bereich des Pfarrgemeinderates gibt.

 

Das Votum ist ein klares Zeichen für die Zukunft. Die schnelle Einigkeit hat uns einen großen Schritt nach vorne gebracht, um den anstehenden Veränderungen mit gutem Gewissen entgegen sehen zu können.

 

Über die nächsten Schritte werden wir an dieser Stelle weiterhin informieren, damit auch Sie den Prozess aktiv mitgestalten können.

 

Kommentar vom 05.01.2015:

Die Kirchenvorstandswahlen 2015 wurden nicht verschoben und der neu gewählte Kirchenvorstand trat am 03.12.2015 sein Amt an.

Weitere Informationen folgen.